Modelabel trifft Internet

Modelabel trifft Internet

"Ja, die Modebranche ist ein hartes Business", sagt Anna Pfeffer. Und fügt hinzu: "Aber man kann es schaffen." Nicht zuletzt der Vertrieb über das Internet ermöglicht es heute jungen Desingern, ihre Kollektionen an den Käufer zu bringen. Oder vielmehr an die Käuferin, denn Anna Pfeffer entwirft Mode für Frauen. Irgendwann soll zu ihrem Online-Shop, der gerade im Aufbau ist, ein eigener Laden hinzukommen. Vielleicht sogar zusammen mit einer befreundeten Desgingerin. Vorher aber steht der langwierige Aufbau der Kollektion, die Stoffauswahl, die Produktion der Schnittmuster und Prototypen.

Die erste Kollektion der Elbmaid umfasst zehn Kleider, die Anna Pfeffer für 120 bis 180 Euro verkauft. Dazu verlässt sie sich nicht nur auf den Online-Shop, sondern klappert auch die einschlägigen Modemessen ab. Auch dort findet sie die viele Kundinnen.

Finanziert hat Anna Pfeffer ihre Existenzgründung im April 2010 durch Erspartes und den Existenzgründungszuschuss des Arbeitsamtes. In der Gründungswerkstatt Hamburg hat sie den Businessplan erstellt und sich später von einem Business Coach der Handelskammer beraten lassen. Seit Januar 2011 muss sie sich nun ganz alleine bewähren. Noch reichen ihre Umsätze nicht aus, um von ihrem Geschäft zu leben. Neben den 50 Stunden, die sie pro Woche für das Label arbeitet, geht sie deswegen kellnern. Zufrieden ist sie aber doch: "Was ich tue, macht mir Spaß. Da vergeht die Zeit wie im Fluge."